Stark angestiegene immobilienvermögen der privaten Haushalte

Gemäss Finanzierungsrechnung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) haben sich die Immobilienvermögen der Privaten Haushalte in der Schweiz vom 31.12.2000 bis zum 31.12.2017 mehr als verdoppelt (+105,63%). Mit dieser Entwicklung konnten die Finanzvermögen nicht Schritt halten. Nichtsdestotrotz: Ein Zuwachs von gut 60% (60,98%) ist auch nicht ohne. Beide Zuwachsraten sind allerdings zu relativieren: Pro Kopf der ständigen Wohnbevölkerung rechnet sich ein Anstieg 2000-2017 für die Immobilienvermögen von bloss 74,60% und für die Finanzvermögen von 36,69%.

Die Finanzmarktkrise mit einem Einbruch der privaten Finanzvermögen im Jahre 2008 um CHF 139.2 Mia. (-7,22%) wirkt in der Rückschau nur noch wie ein Ausrutscher. Zweifel, ob die Finanzmarktkrise wirklich bewältigt ist, sind jedoch angebracht − und der nächste «Ausrutscher» wohl nur eine Frage der Zeit. Der Zuckerguss einer ultralockeren Geldpolitik wird dick und dicker und das, was sich darunter entwickelt, womöglich immer unappetitlicher.

    Absolut und Relativ steigende immobilienmarktrisiken

    Das Immobilienexposure der Privaten Haushalte wird gross und grösser. Machte der Immobilienanteil Ende 2000 noch 38,22% aus, rechnet sich per Ende 2017 bereits ein Anteil von 44,14%. Nicht eingerechnet ist dabei das Immobilienexposure der Versicherungen, Pensionskassen und Anlagefonds. Aus der Optik der Privaten Haushalte mit Immobilieneigentum wäre eine gröbere Korrektur bei den Immobilienpreisen weitaus gravierender als etwa eine gröbere Aktienmarktkorrektur.

      Per 31.12.2017 teilt sich das Finanz- und Immobilienvermögen der Privaten Haushalte in der Schweiz (insgesamt und pro Kopf) wie folgt auf:

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        Voraussichtliches Update: Mitte Dezember 2019