Stark angestiegene immobilienvermögen der privaten Haushalte

Gemäss Finanzierungsrechnung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) haben sich die Immobilienvermögen der Privaten Haushalte in der Schweiz vom 31.12.2000 bis zum 31.12.2020 mehr als verdoppelt (+134,04%). Mit dieser Entwicklung konnten die Finanzvermögen nicht Schritt halten. Nichtsdestotrotz: Ein Zuwachs von gut 85% (85,29%) ist auch nicht ohne. Beide Zuwachsraten sind allerdings zu relativieren: Pro Kopf der ständigen Wohnbevölkerung rechnet sich ein Anstieg 2000-2020 für die Immobilienvermögen von «bloss» 95,18% und für die Finanzvermögen von 53,99%.

Die Finanzmarktkrise mit einem Einbruch der privaten Finanzvermögen im Jahre 2008 um CHF 136.5 Mia. (-7,18%) wirkt in der Rückschau nur noch wie ein Ausrutscher. Zweifel, ob die Finanzmarktkrise wirklich bewältigt ist, sind jedoch angebracht − und der nächste «Ausrutscher» wohl nur eine Frage der Zeit. Der Zuckerguss einer ultralockeren Geldpolitik wird dick und dicker und das, was sich darunter entwickelt, womöglich immer unappetitlicher.

    Absolut und Relativ steigende immobilienmarktrisiken

    Das Immobilienexposure der Privaten Haushalte wird gross und grösser. Machte der Immobilienanteil Ende 2000 noch 37,97% aus, rechnet sich per 31.12.2020 bereits ein Anteil von 43.69%. Aus der Optik der Privaten Haushalte mit Immobilieneigentum wäre eine gröbere Korrektur bei den Immobilienpreisen weitaus gravierender als eine gröbere Aktienmarktkorrektur.

      Per 31.12.2020 teilt sich das Brutto-Finanz- und Immobilienvermögen der Privaten Haushalte in der Schweiz (insgesamt und pro Kopf) wie folgt auf:

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        Voraussichtliches Update: Mitte Mai 2022