Durchschnittliche Jahresrendite von 4,16% seit 1925 ...

Ein CH-Bondportfolio – aufgebaut am 31.12.1925 mit einer Einmaleinlage von CHF 100.00 – hätte sich gemäss Berechnungen der Banque Pictet & Cie SA bis zum 31.12.2021 zu einem Vermögen von CHF 4'993.22 entwickelt. Das entspricht einer mittleren Jahresrendite (Total Return) von 4,16%. Teuerungsbereinigt ergibt sich für die letzten 96 Jahre eine mittlere Jahresrendite (Realrendite) von 2,23%.

    Für die letzte Dekade (2012-2021) rechnet sich für den CH-Obligationenmarkt eine mittlere Jahresrendite von 1,36%. Teuerungsbereinigt entspricht dies einer Jahresrendite (Realrendite) von 1,32%.

    Bondjahr 2020 auf Rang 94 (von 96)

    Mit einer Jahresrendite (Total Return, SBI Domestic AAA-A) von –2,34% steht das CH-Bondjahr 2021 auf Rang 94 (von 96). Rechnet man nach und nach mit einem Anstieg der Verfallrenditen, werden die Couponzahlungen nicht ausreichen, um die absehbaren Kursverluste auszugleichen. Bond-Portfolios mit mittleren und langen Laufzeiten werden negativ performen.

    Das beste CH-Bondjahr war notabene 1975 mit einer Rendite (Total Return) von +16,58%, das schlechteste 1989 mit einer Performance von –3,99%.

    Wie das obige Diagramm veranschaulicht, ist das Verlustrisiko relativ gering. In den letzten 96 Jahren weist der CH-Bondmarkt nur zehnmal eine Negativrendite auf. Das historische Verlustrisiko beträgt 10,42% (10/96).

    Für den Betrachtungszeitraum (1926-2021) lässt sich eine jährliche Standardabweichung von 3,51% bestimmen. Bei einer nachhaltigen CH-Bondrendite von 4,23% bewegen sich künftige CH-Bondrenditen mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 68% innerhalb einer Bandbreite von +0,65% bis +7,67% (4.16 –/+3.51). Mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 95% rechnet sich eine Bandbreite von –2,86% bis +11,18% (4.16 + 2x–/+3.51).

    Plusrenditen für zehnjährige CH-Bundesanleihen in Sicht ...?

    1990 rentierten zehnjährige CH-Bundesanleihen im Jahresmittel mit 6,45%. Seither zeigte der Zinstrend unerbittlich nach unten. Jedes neue Zinstief lag unterhalb des alten Zinstiefs, jedes neue Zinshoch notierte tiefer als das alte Zinshoch. Die historisch tiefen Zinsen (Verfallrenditen) sind die Folgekosten der Finanzmarktkrise und der darauf folgenden Staatsschuldenkrise. Die Sparer tragen ungefragt die Last und werden in kleinen Tranchen enteignet.

      Aktuell macht es den Anschein, als sei die Zinstalfahrt zu Ende. Es kann nicht schaden, sich mit dem Anstieg der Verfallrenditen für zehnjährige «Eidgenossen» binnen drei bis fünf Jahren um zwei bis drei Prozentpunkte auseinanderzusetzen.