Gold glänzt auf lange Sicht nicht wirklich ...

Wer Ende 1925 ein Kilo Gold gegen Schweizer Franken investiert hat, erreichte per 31. Dezember 2017 eine durchschnittliche Jahresperformance von 2,72%. Das ist nur wenig mehr als die mittlere Jahresrendite auf einem CH-Banksparkonto (2,62%).
Teuerungsbereinigt rechnet sich eine Jahresrendite gerade mal 0,71%.

Ein ähnliches Bild zeigt die letzte Dekade (2008-2017). Gold erreichte eine mittlere Jahresrendite von 2,99% (real: 3,03%). Zum Vergleich: Der Aktienmarkt Schweiz generierte im selben Zeitraum 4,50% pro Jahr (real: 4,54%).

Mit Blick auf die letzten 92 Jahre fällt auf, dass sich die Goldnotierung bis Ende der 1960er-Jahre mehr oder minder seitwärts bewegte. Danach folgte ein rasanter Anstieg bis Ende 1980 (Gesamtrendite 1969 bis 1980 = 584,7%!). 18 Jahre später (Ende 1998) besass ein Goldinvestment nur noch rund 38% seines ursprünglichen Werts. In der Folge legte der Goldpreis bis Ende 2012 wieder markant zu (Gesamtrendite 1998 bis 2012 = 283,83%).

Die sehr lange Sicht spricht nicht wirklich für Gold ...

      Silber: Klägliche 92-Jahre-Performance

      Wer Ende 1925 ein Kilo Silber gegen Schweizer Franken investiert hat, erreichte per 31. Dezember 2017 eine durchschnittliche Jahresperformance von 1,67%. Teuerungsbereinigt ist die Silberrendite negativ (-0,32%)! 

      Änlich wie beim Gold lassen sich beim Silber längere Phasen mit ausgesprochen attraktiven und ausgesprochen ernüchternden Ergebnissen beobachten. Ein Silberengagement, eingegangen Ende 1979, brachte es bis Ende 1991 auf eine Gesamtrendite von gut 10% (10,46%) seines ursprünglichen Werts. In den folgenden 19 Jahren warf Silber dagegen eine mittlere Jahresrendite von fast 8% ( 7,98%) ab.

      Aus sehr langer Sicht spricht kaum etwas für Silber.

          Im Jahr 1979 erreichte Silber eine Rendite von sage und schreibe 408,58%. Die Gebrüder Hunt versuchten einen so genannten «Corner», der kläglich scheiterte. Parallelen zur aktuellen Bitcoin-Euphorie sind womöglich angesagt ...