S&P500: Repräsentativer als der DJIA und auch als TR-Index verfügbar ...

Der Standard & Poor's 500 bildet die US-Wirtschaft breit und differenziert ab. Er misst die Wertentwicklung von 500 grossen und wichtigen Aktiengesellschaften in Nordamerika. Der Dow Jones Industrial (DJIA) umfasst dagegen nur 30 Titel. Der S&P 500 ist – gleich wie der DJIA – ein Preisindex. Er ist aber auch als Total-Return-Index verfügbar. Die Datenreihen reichen zurück bis ins Jahr 1800 (Preisindex, PR) bzw. bis ins Jahr 1871 (Total-Return-Index, TR).

Vom 31.12.1871 bis zum 31.12.2017 rechnet sich für den S&P 500 PR eine durchschnittliche Jahresrendite (Price Return) von 4,43% und für den S&P 500 TR eine mittlere Jahresrendite (Total Return) von 8,91%. Seit 1896 rechnen sich Renditewerte von 5,48% (Price Return) bzw. 9,81% (Total Return). Die beiden Renditewerte sind ein Beleg dafür, wie stark der Zinseszinseffekt im Allgemeinen und die Dividendenreinvestition im Besonderen spielen.

Das folgende Diagramm macht die Entwicklung des S&P 500 PR und des S&P 500 TR (angegelichen) vom 31.12.1871 bis zum 31.12.2017 transparent:

    7,67% Jahresrendite (Total Return) seit 1871 mit Referenzwährung CHF ...

    Mit Referenzwährung CHF rechnet sich für den S&P 500 TR vom 31.12.1871 bis zum 31.12.2017 eine Jahresrendite (Total Return) von 7,67%. Mit Referenzwährung USD (siehe weiter oben) sind es 8,91%. Grund für diese doch beachtliche Differenz ist der starke Schweizerfranken. Kostete ein USD im Jahre 1871 CHF 5.18, galt ein USD Ende 2017 gerade noch CHF 0.98 ...

      Mit Referenzwährung CHF rechnet sich eine jährliche Standardabweichung von 20,77%, in USD eine solche von 18,06%.

      shiller p/E: irrationaler überschwang ...

      Das Shiller P/E – benannt nach seinem «Erfinder» Robert J. Shiller, Nobelpreisträger 2013 – für den US-Aktienmarkt, notiert per 31.12.2017 mit 32.47. Das ist ein höherer Wert als Ende 1928 (27.06). In der Folge gab damals der US-Aktienmarkt bis Ende 1932 real um mehr als 60% nach. Das Shiller P/E basiert auf den teuerungsbereinigten Durchschnittsgewinnen (rapportiert) der letzten zehn Jahre in Relation zum aktuellen Indexstand. Die historischen Indexstände sind (rückwärts) ebenfalls teuerungsbereinigt.

      Konkret: Der US-Aktienmarkt bezahlte per Ende 2017 rund 32.5-mal den teuerungsbereinigten Durchschnittsgewinn der S&P-Unternehmen der letzten zehn Jahre. Gemessen am durchschnittlichen Shiller P/E seit 1871 von 16.94 ist der US-Aktienmarkt rund 48% zu teuer!!! Die Frage ist nicht, ob der US-Aktienmarkt deutlich korrigieren wird, sondern wann ...

        mittlere CHF-Jahresrendite von 8,08% seit Ende 1925 ...

        Ein USD-Aktienportfolio – aufgebaut am 31.12.1925 mit einer Einmaleinlage von CHF 100.00 – hätte sich, gemessen am Standard & Poor's 500 Total Return Index, umgerechnet in Schweizer Franken, bis zum 31.12.2017 zu einem Vermögen von nominell CHF 127'265.05 entwickelt. Das entspricht einer Jahresrendite von 8,08%. Ein CH-Aktienportfolio hat es im gleichen Zeitraum auf CHF 102'898.33 gebracht (Jahresrendite = 7,83%). Hauptgrund für das bessere Abschneiden des US-Portfolios ist der in jüngster Zeit wiedererstarkte US-Dollar.

        Ein Vergleich des nachstehenden Diagramms mit jenem auf der Seite AKTIENMARKT SCHWEIZ (1) wirft die Frage auf, inwiefern die Forderung nach internationaler Diversifikation aus der Optik einer Starkwährung wirklich gültig ist.

        Mit Referenzwährung CHF rechnet sich für den US-Aktienmarkt eine jährliche Standardabweichung von 22,87%. Im Vergleich dazu ist der CH-Aktienmarkt (18,84%) weniger volatil.