Durchschnittliche Jahresrendite von 4,26% seit 1925 ...

Ein CH-Bondportfolio – aufgebaut am 31.12.1925 mit einer Einmaleinlage von CHF 100.00 – hätte sich gemäss Berechnungen der Banque Pictet & Cie SA bis zum 31.12.2019 zu einem Vermögen von CHF 5'055.58 entwickelt. Das entspricht einer mittleren Jahresrendite (Total Return) von 4,26%. Teuerungsbereinigt ergibt sich für die letzten 94 Jahre eine Rendite (Realrendite) von 2,25%.

    Für die letzte Dekade (2010-2019) rechnet sich für den CH-Obligationenmarkt eine mittlere Jahresrendite von 2,54%. Teuerungsbereinigt entspricht dies einer Jahresrendite (Realrendite) von 2,60%.

    Bondjahr 2019 auf Rang 58 (von 94)

    Mit einer Jahresrendite (Total Return, SBI Domestic AAA-A) von 3,22% steht das CH-Bondjahr 2019 auf Rang 58 (von 94). Unterstellt man für die kommenden Jahre einen stärkeren Anstieg der Verfallrenditen, werden die Couponzahlungen nicht ausreichen, um die absehbaren Kursverluste auszugleichen. Bond-Portfolios mit mittleren und langen Laufzeiten werden negativ performen.

    Das beste CH-Bondjahr war notabene 1975 mit einer Rendite (Total Return) von +16,58%, das schlechteste 1989 mit einer Performance von -3,99%.

    Wie das obige Diagramm veranschaulicht, ist das Verlustrisiko gering. In den letzten 94 Jahren weist der CH-Bondmarkt nur neunmal eine Negativrendite auf. Das historische Verlustrisiko beträgt 9,57% (9/94).

    Für den Betrachtungszeitraum (1926-2019) lässt sich eine jährliche Standardabweichung von 3,47% bestimmen. Bei einer nachhaltigen CH-Bondrendite von 4,26% bewegen sich künftige CH-Bondrenditen mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 68% innerhalb einer Bandbreite von +0,79% bis +7,73% (4.26 -/+3.47).

    Plusrenditen für zehnjährige CH-Bundesanleihen in Sicht ...?

    Ende Juli 1992 rentierten zehnjährige CH-Bundesanleihen mit 6,98%. Seither zeigt der Zinstrend unerbittlich nach unten. Jedes neue Zinstief lag unterhalb des alten Zinstiefs, jedes neue Zinshoch notierte tiefer als das alte Zinshoch. Am 16. Januar 2015 rentierten zehnjährige CH-Bundesanleihen erstmals negativ (-0.02%). Am 31. August 2019 ergab sich eine Negativrendite von -0,98% und mithin der tiefste Monatsendwert. In der Folge setzte eine leichte Erholung ein.

    Die historisch tiefen Zinsen (Verfallrenditen) sind die Folgekosten der Finanzmarktkrise und der darauf folgenden Staatsschuldenkrise. Die Sparer tragen ungefragt die Last und werden in kleinen Tranchen enteignet.

      Ein Blick auf den obigen Chart macht deutlich, dass Zinskorrekturen - sei es nach unten oder nach oben - in der Regel rasch von statten gehen. So erfolgte etwa der letzte grosse Zinsanstieg von 3.77% auf 6.98% innerhalb von bloss 50 Monaten (30.04.1988 bis 30.06.1992).

      Es kann nicht schaden, sich mit einem möglichen Renditeanstieg innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre um 2.00 bis 3.00 Prozentpunkte auseinander zu setzen ...