Hypothekarzins auf historischem Tief ...

Der durchschnittliche Hypothekarzins seit 1850 rechnet sich mit 4,38%, jener seit 1970 mit 4,51% und jener seit 1990 mit 3,79%. Im Vergleich dazu ist das aktuelle Hypothekarzinsniveau geradezu paradiesisch. Noch nie in den letzten 168 Jahren notierten die Hypothekarzinssätze so tief.

    Geht man – über kurz oder lang – von einem risikobedingten Wiederanstieg des Zinsniveaus aus, empfiehlt sich der Abschluss von mittelfristigen – oder noch besser – von langfristigen Festhypotheken.

    Festhypotheken-Anteil von rund 80% ...

    Per Ende 2017 summierten sich die Hypothekardarlehen der CH-Banken (ohne Privatbankiers und Filialen ausländischer Banken) an Inlandschuldner auf CHF 973.737 Mia. Davon waren CHF 767.831 Mia. Festhypotheken. Das entspricht einem Anteil von 78,85%. Drei Jahre zuvor (Ende 2014) wurde der Anteil der Festhypotheken noch mit 86,64% ausgewiesen. Der Rückgang ist das Ergebnis einer Umgruppierung von LIBOR-Hypotheken zu den variablen Hypotheken innerhalb der Grossbankengruppe.

      Raiffeisengruppe weiterhin im Vormarsch

      In den letzten 20 Jahren hat die Raiffeisengruppe ihr Hypothekenportfolio um das 3.88-fache erhöht. Im Schnitt entspricht dies einem Wachstum von 7,02% pro Jahr. Die Kantonalbankgruppe (durchschnittliche jährliche Zuwachsrate von 3,89%), die Grossbanken (1,80%) und die Regionalbanken (2,95%) konnten da nicht mithalten.

      Bemerkenswert zugelegt hat auch die Gruppe der «Übrigen Banken». Die jährliche Zuwachsrate rechnet sich hier mit 6,29%. Ausschlaggebend sind die Bank CLER (vormals Bank Coop) und die Migros Bank.

        Kantonal- und Grossbanken nach wie vor Marktleader ...

        Die Kantonalbanken (Marktanteil 2017 = 36,54%) und die Grossbanken (Marktanteil 2017 = 26,72%) sind nach wie vor die grössten Player im schweizerischen Hypothekenmarkt. Während die Kantonalbanken ihren Marktanteil in den letzten
        20 Jahren halten konnten, ist jener der Grossbanken von fast 40% im Jahre 1994 auf unter 30% (26,72%) gesunken.

        Die Raiffeisengruppe hat ihren Marktanteil in den letzten 20 Jahren von 9,37% (1997) auf 17,65% (2017) markant erhöht.