Kredit- und Kundengeldgeschäft im Zentrum ...

Die Aktiven und Passiven der Banken in der Schweiz summierten sich per Ende 2016 auf je CHF 3'100.833 Mia. Das entspricht dem 4.7-fachen Bruttoinlandprodukt (BIP) 2016 der Schweiz von CHF 659.162 Mia. Im Jahr 2007, vor Ausbruch der Finanzmarktkrise, übertraf die Bilanzsumme der Banken in der Schweiz jene des BIP um nicht weniger als das 6-fache! Die ausländischen Tochtergesellschaften - vor allem jene von CS und UBS - sind dabei nicht mitgerechnet.

Im Zentrum des bilanzwirksamen Geschäfts der Banken in der Schweiz stehen das Kreditgeschäft und das Kundengeldgeschäft. Die Kredite an Nichtbanken (Hypothekar- und andere Kundenforderungen) machen 49,69% der Bankaktiven aus. Die Kundengelder (Spar- und Anlagegelder, Sicht- und Zeitgelder, Kassenobligationen) entsprechen 57,46% der Bilanzsumme. Bei den Grossbanken (CS Schweiz AG, UBS Switzerland AG) sind diese Anteile etwas kleiner (42,53% bzw. 48,63%), bei den so genannten Retailbanken dagegen deutlich höher (z.B. Kantonalbanken: 70,30% bzw. 60,98%, Raiffeisengruppe: 80,17% bzw. 72,88%).

Per 31.12.2016 präsentiert sich die (leicht modifizierte) Bilanz der Banken in der Schweiz wie folgt. Es handelt sich um aggregierte (nicht konsolidierte) Werte.

Unterschiedliche Wachstumsdynamik ...

Seit Ende 1960 hat sich die Bilanzsumme der Banken in der Schweiz um das gut 52-fache erhöht. Das jährliche durchschnittliche Bilanzsummenwachstum rechnet sich mit 7,33%.

Wie das folgende Diagramm zeigt, haben einzelne Bankengruppen besonders stark zugelegt, allen voran die Raiffeisengruppe und die «Übrigen Banken» mit einer jährlichen Wachstumsrate von 8,72% bzw. 10,02%. Die Kategorie «Übrige Banken» umfasst folgende Untergruppen: die Börsenbanken (z.B. Bank Bär, Bank Vontobel), die ausländisch beherrschten Banken (z.B. HSBC Private Bank Suisse SA, Bank J. Safra Sarasin), die Filialen ausländischer Banken (z.B. Barclays Capital), die Privatbankiers (z.B. Reichmuth & Co.) und die anderen Banken (z.B. Bank CLER, Migros Bank).

    46,92% Bilanzsummenanteil der Grossbanken ...

    Wie ersichtlich, reklamieren die Grossbanken (CS Schweiz AG, UBS Switzerland AG) per Ende 2016 fast die Hälfte (46,92%) der Bilanzsumme für sich. Dagegen nehmen sich die Anteile der Kantonalbanken (17,84%), der Regionalbanken / Sparkassen (3,75%), der Raiffeisengruppe (6,94%), der Börsenbanken (7,30%) oder etwa der ausländisch beherrschten Banken (7,98%) fast bescheiden aus. Zu beachten ist die grosse Auslandverflechtung der Grossbanken: 66,55% der Grossbank-Aktiven und 63,80% der Grossbank-Passiven sind Auslandforderungen bzw. Auslandverpflichtungen.