Bilanzwirksame und bilanzneutrale Bankprodukte und Geschäftsfelder ...

Banken bieten bilanzwirksame und bilanzneutrale Produkte/Dienstleistungen an.
Diese lassen sich dem Business Banking, dem Wealth & Asset Management, dem
Investment Banking und den Eigengeschäften der Banken zuordnen.

Das folgende Schaubild macht die Grobstruktur der Bankdienstleistungen und der
Bankgeschäftsfelder transparent.

Diagramm als pdf

Für die Banken in der Schweiz ist das bilanzneutrale Wertschriften- und Anlagege-
schäft von herausragender Bedeutung. Die Kommissionserträge der Banken in der
Schweiz aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft (Vermögensverwaltung, Bör-
sentransaktionen, Emissionsgeschäft, Treuhandgeschäft, usw.) übersteigen in
aller Regel den Zinserfolg aus dem Kredit- und Einlagengeschäft. Das Niveau der
Kommissionserträge aus der Zeit vor Ausbruch der Finanzmarktkrise ist allerdings
noch nicht wieder erreicht (siehe weiter unten).

Ausdruck des bedeutenden Wertschriften- und Anlageschäfts sind die Wertschrif-
tenbestände in den Kundendepots der Banken in der Schweiz.


Wertschriftenbestände von Kunden deutlich höher als Bilanzsumme ...

Die Wertschriftenbestände in den Kundendepots der Banken in der Schweiz belie-
fen sich per Ende 2015 auf CHF 5'587.887 Mia. Gemessen an der Bilanzsumme von
CHF 3'026.150 Mia. sind das 184.65%.

Die Wertschriftenbestände sind zu 52.75% im Eigentum ausländischer und zu
47.25% im Eigentum inländischer Kunden. Vier Fünftel (80.17%) der Depotwerte
lauten zugunsten kommerzieller und institututioneller Anleger. Auf das Konto von
Privatkunden gehen 19.83% bzw. CHF 1'107.958 Mia.

Spuren der Finanzmarktkrise verwischt ...

Die Finanzmarktkrise hat die Wertschriftenbestände in den Kundendepots der Ban-
ken in der Schweiz kräftig durchgeschüttelt. Allein die Aktienvermögen gaben im
Jahre 2008 um CHF 760.468 Mia. nach. Aber auch die Fondsvermögen (Kollektivan-
lagen) gingen um nicht weniger als CHF 490.039 Mia. zurück.